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IBA ibaLink-SM-64-io Systemanschaltung für SIMATIC S5 und MMC

Einleitung

Die Baugruppe ibaLink-SM-64-io ist eine Schnittstellenkarte im Doppel-Europa-Format

mit Anpassung an die Systeme SIMATIC S5 (8 Bit und 16 Bit) und SIMICRO MMC 216.

Sie dient der Übertragung von Messdaten aus einem SIMATIC S5 oder SIMICRO MMC

216-System an ibaPDA oder ibaLogic, bzw. zur Realisierung einer so genannten Rah

menkopplung.

Die Karte besitzt auf der Frontseite ein LWL-Sender-Empfänger-Paar.

Damit können 64 Analog- (Integer / Float) und 64 Digitalsignale übertragen werden.

Die ibaLink-SM-64-io-Karte belegt einen ihr zugewiesenen Speicherbereich auf dem

Rückwandbus des S5- oder MMC-Systems. Die Messdaten werden vom System, in dem

die Karte steckt, in diesen Speicherbereich geschrieben und von der Karte über iba

Standard-LWL-Schnittstellen mit 3.3 MBit/s an das iba-System übertragen.

Der LWL-Empfänger dient zur Datenübertragung von ibaLogic an das S5- bzw. MMC

System sowie zur Einspeisung von Messdaten anderer iba-Systeme (ibaPADU, ibaLink

MBII, ibaLink-SM-128V-i-2o usw.) an das S5- bzw. MMC-System.

Mit einer gekreuzten Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen einer ibaLink-SM-64-io-Karte

und einer anderen iba-Komponente mit LWL-Sender und -Empfänger können Daten

auch ohne iba-Software-Applikation in einer Rahmenkopplung ausgetauscht werden.

Systemvoraussetzungen

IBA ibaLink-MBll-io Multibus Il-Schnittstellenkarte

Definition

Mechanischer Aufbau und Kartengrößen

Die Norm IEEE 1296 beschreibt die Funktion von Multibus II wie folgt (Zusammenfas

sung):

Multibus II ist ein paralleler Systembus (PSB). Es handelt sich um einen Rückwand

bus hoher Leistung zum Einsatz in Mehrprozessorsystemen, mit synchronem 32-Bit

Multiplexing für Adressen / Daten, incl. Fehlererkennung, unter Verwendung eines 10

MHz Bustakts. Die Busleistung liegt mindestens bei 32 bis 40 MByte/s, bei aktuellen

Systemen bis 80 MByte/s.

Für den Multibus II gibt es zwei Europa-Kartenformate:

Einfach: Höhe 3 U (133.35 mm), Tiefe 220 mm

Doppelt: Höhe 6 U (266.70 mm), Tiefe 220 mm

Die doppelte Variante ist am weitesten verbreitet. Auch ibaLink-MBII hat das doppelte

Format.

Die Konnektoren für den Rückwandbus sind nach DIN 41612 gestaltet.

Systemvoraussetzungen

Hardware

Steuerungssystem

Multibus II-Rahmen (Höhe 6U) mit mindestens einem freien Slot (4 TE)

Zubehör

Für den Empfang und die Auswertung der Messdaten jenseits der Karte werden benö

tigt:

IBM-kompatibler PC mit einer der folgenden LWL-Schnittstellenkarten:

ibaFOB-io-S bzw.

ibaFOB-4i-S + ibaFOB-4o oder

ibaFOB-4i-X + ibaFOB-4o-X

Für eine Rahmenkopplung wird eine weitere ibaLink-MBII-Karte benötigt oder eine

andere iba-Komponente wie z. B. ibaLink-SM-64. ibaLink-SM-128-V

Software

Zubehör

Für die weitere Verarbeitung der Messdaten jenseits der Karte werden auf der PC

Seite folgende Komponenten benötigt:

Betriebssystem Windows NT 4.0 (SP 5 oder höher), 2000. 2003 Server oder XP

Onlinepakete

ibaPDA, V5.xx ,

ibaQDR ,

Signalmanager (Soft-PLC) ibaLogic, ab V3.60

ibaScope, ab Version 3.0.01), oder

ibaPDA-V6

Analysepakete

ibaAnalyzer (ab V2.50)

IBA ibaLink-MBll-io Von der Idee zur Norm

Multibus II

Von der Idee zur Norm

In den frühen 1980er Jahren haben eine Reihe von Herstellern zusammen mit Intel

ein Konsortium zur Verbesserung und Standardisierung einer auf Basis von Multibus I

entwickelten Busarchitektur “Multibus II” gebildet.

Das neue System sollte folgende Eigenschaften erhalten:

Euro-Kartenformat mit DIN-Verbindern

Selbsttest-Fähigkeit

Software-“Schalter” zur Konfiguration

einen schnellen 32-Bit Bus

Funktionale Aufteilung (Verwendung von LAN-Konzepten)

Zuverlässigkeit

Reibungslose Zusammenarbeit mit anderen MB II- Komponenten

Diese Eigenschaften wurden 1987 in der Norm IEEE 1296 als Multibus II-Standard

festgeschrieben.

IBA ibaLink-MBll-io Einsatzgebiet der Baugruppe

Einleitung

Einsatzgebiet der Baugruppe

Die Baugruppe ibaLink-MBII-io ist eine Schnittstellenkarte im Europa-Doppelformat für

Multibus II-Systeme.

Sie dient der Übertragung von Messdaten aus einem Multibus II-System an ibaPDA

oder ibaLogic, bzw. zur Realisierung einer so genannten Rahmenkopplung.

Die Karte besitzt auf der Frontseite zwei LWL-Sender-Empfänger-Paare.

Je Sender-Empfänger-Paar können 64 Analog- und 64 Digitalsignale übertragen wer

den.

Die ibaLink-MBII-Karte belegt einen ihr zugewiesenen Speicherbereich auf dem

Rückwandbus des Multibus II-Systems. Die Messdaten werden vom System, in dem

die Karte steckt, in diesen Speicherbereich geschrieben und von der Karte über iba

Standard-LWL-Schnittstellen mit 3.3 MBit/s an das iba-System übertragen.

Die LWL-Empfänger dienen zur Datenübertragung von ibaLogic an das Mutlibus II

System sowie zur Einspeisung von Messdaten anderer iba-Systeme (ibaPADU, iba

Link-SM64 / -SM128 usw.) an das Multibus II-System.

Mit einer gekreuzten Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen einer ibaLink-MBII-Karte

und einer anderen iba-Komponente mit LWL-Sender und –Empfänger können Daten

auch ohne iba Software-Applikation in einer Rahmenkopplung ausgetauscht werden.

IBA ibaLink-VME Anwendungsbereiche

Anwendungsbereiche

3Mbit-Protokoll

Unter Verwendung des ibaNet-Protokolls 3Mbit können alle iba-Geräte, die dieses Protokoll un

terstützen, ein- und ausgangsseitig angeschlossen werden. Damit sind folgende Anwendungen

möglich:

■    Rechnerkopplung zu SIMATIC S5. SIMIKRO MMC und SIMADYN D (ibaLink-SM-64-io und   –SD-16)

■    Einfache Ein- und Ausgabe von Peripheriesignalen (z.B. ibaPADU-8. -16. -32. -8-O,

ibaNet750-BM)

■    Ankopplung an ibaLogic-V3. ibaLogic-V4. ibaPDA (alle ibaFOB-Karten), auch kaskadierbar mit

ibaPADU und ibaNet750

■    Bidirektionale Ankopplung an Profibusmaster, z.B. SIMATIC S7 (ibaBM-DPM-S-64)

■    Vervielfältigung der Ausgangssignale (ibaBM-FOX-i-3o-D)

Siehe Beschreibung in Kapitel ì ibaNet 3Mbit (Mode 0), Seite 21 ff.

32Mbit P2P-Protokoll

Mit dem schnellen P2P-Protokoll sind, abhängig vom Telegrammtyp, folgende Verbindungen

möglich:

■    Schnelle Rechnerkopplung (bis zu 50 µs) zwischen VMEbus-basierten Automatisierungs

systemen, z.B. SIMATIC TDC, HPCi, LOGIDYN D (ibaLink-VME)

■    Schnelle Rechnerkopplung zu ibaLogic-V4 (iba-FOB-xx-D und ibaFOB-io-ExpressCard)

■    Rechnerkopplung zu Systemen mit embedded iba-FPGA, z.B. ABB AC800 PEC

■    Schnelle Anbindung an I/O-Peripherie, z. B. ibaPADU-S-IT mit ibaLogic

■    Anbindung an SINAMICS LINK (ibaBM-SiLink)

■    Anbindung an Kollektor und Distributor ibaBM-COL-8i-o und ibaBM-DIS-i-8o

Siehe Beschreibung in Kapitel ì ibaNet 32Mbit P2P (Mode 4), Seite 24.

32Mbit Flex-Protokoll

Im 32Mbit Flex-Modus ist ibaLink-VME zu allen 32Mbit Flex-fähigen iba-Geräten kompatibel.

ibaLink-VME kann in einen Ring mit diesen Geräten aufgenommen werden, jedoch ist kein Da

tenaustausch zwischen den Geräten möglich, sondern nur mit dem Flex-Master (zurzeit nur

ibaPDA).

IBA Der Austausch der Daten zwischen VME-Seite und LWL-Seite erfolgt asynchron

Konsistenzmodus

Der Austausch der Daten zwischen VME-Seite und LWL-Seite erfolgt asynchron. Dies bedeutet,

dass ein Datenblock, der auf der VME-Seite geschrieben wird, nicht unbedingt als ein Block im

Lichtwellenleiter gesendet wird. Je nach Art des Schreibzugriffs (Byte, Word oder Dword) wer

den Datenblöcke nur teilweise konsistent übertragen.

Ist es erforderlich, dass konsistente Datentelegramme in einem Block übertragen werden, kann

mittels DIP-Schalter ein spezieller Konsistenzmodus aktiviert werden. Dann erfolgt ein Update

der VME-Empfangs- und Sendepuffer nur, wenn die Daten in ein spezielles Update-Register ge

schrieben werden. Auf diese Weise können Blöcke konsistenter Daten zusammengehalten wer

den.

Systemvoraussetzungen

Bei Kopplung zu PC-System:

■    PC, Pentium IV 1 GHz, mind. 512 MB RAM, 20 GB HD

■    Eine LWL-Eingangskarte vom Typ ibaFOB-D

ibaFOB-io-D

ibaFOB-2io-D

ibaFOB-2i-D optional mit Erweiterungsmodul ibaFOB-4o-D

ibaFOB-4i-D optional mit Erweiterungsmodul ibaFOB-4o-D

ibaFOB-io-ExpressCard

Bei Kopplung zu Automatisierungssystemen:

■    iba-Systemanschaltung als Partner der Rechnerkopplung oder

■    iba I/O-Peripheriegerät

Software

Bei Kopplung zu PC-System:

■    ibaPDA (Modus 32Mbit Flex wird unterstützt ab Version 6.29.0) oder

■    ibaLogic-V4

SPS und Regelsysteme

■    VME32- oder VME64-Systemrahmen (mit einem freien 6 HE Slot)

■    ibaLink-VME-Baugruppe, als Sender-/Empfängerbaugruppe in SPS gesteckt.

IBA Die wesentlichen Merkmale der Baugruppe sind

Die wesentlichen Merkmale der Baugruppe sind:

■    1 bidirektionaler LWL-Anschluss (Channel 1) für Ein-/Ausgabesignale

■    1 unidirektionaler LWL-Anschluss (Channel 2) für Ausgabesignale

■    ibaNet-Protokolle 3Mbit, 32Mbit und 32Mbit Flex

■    Flexible Datenauswahl und Einstellung der Datenrate mit 32Mbit Flex

■    Kaskadierung von bis zu 15 Geräten im 32Mbit Flex-Modus an Channel 1

■    volle Kompatibilität zu allen ibaFOB-Karten

■    volle Kompatibilität zu den Prozessanschlüssen der ibaPADU-8-IO und ibaNet750-BM-Serien

■    Konsistenzmodus

■    Datenaustausch zwischen 2 Systemen im Peer-to-Peer-Modus (P2P)

Die Baugruppe kann in allen gängigen VME32- und VME64-Systemen (6 HE) eingesetzt werden.

Die Baugruppe arbeitet mit einer Versorgungsspannung von 5V (vom VMEbus).

VME-Spezifikation gemäß ANSI VITA 1-1994:

■    Unterstützte Adressierung: A24. A32. A40 und A64

■    Unterstützte Datenformate: 8/16/32 Bit (D08/D16/D32/MD32)

■    Unterstützter Blocktransfer: 8/16/32 Bit (BLT)

■    Unterstützter Blocktransfer: 64 Bit (MBLT)

■    Unaligned Transfer (UAT) und Read-Modify-Write (RMW)

Nicht unterstützt werden die folgenden Modi:

■    Autokonfiguration (AutoSlotID)

■    2eVME/2eSST

Die Baugruppe ist am VMEbus eine passive Slave-Karte, d.h. es erfolgen keine aktiven Master

Zugriffe am VMEbus. Sie belegt am VMEbus 256 kByte Adressraum.

IBA ibaLink-VME Zu diesem Handbuch

Zu diesem Handbuch

Dieses kompakte Handbuch liefert Ihnen die erforderlichen Informationen für den Umgang mit

der Baugruppe ibaLink-VME.

Weitere Informationen bezüglich der softwaretechnischen Einbindung und Verwendung des Ge

rätes finden Sie entweder in speziellen Projektierungsanleitungen oder in den Handbüchern zu

unseren Softwareprodukten.

Zielgruppe

Diese Dokumentation wendet sich an ausgebildete Fachkräfte, die mit dem Umgang mit elekt

rischen und elektronischen Baugruppen sowie der Kommunikations- und Messtechnik vertraut

sind. Als Fachkraft gilt, wer auf Grund der fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen

sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen die übertragenen Arbeiten beurteilen und

mögliche Gefahren erkennen kann.

Einleitung

Die Baugruppe ibaLink-VME ist eine multifunktionale, bidirektionale Schnittstellenkarte für den

Einsatz in VMEbus-basierten SPS- und Rechnersystemen. Sie ist geeignet für Datenerfassungs-

und Prozessmonitoring-Anwendungen sowie für Anwendungen mit Steuerungssystemen, wie

beispielsweise der Soft-SPS ibaLogic.

ibaLink-VME ist das Nachfolgemodell der Baugruppe ibaLink-SM-128V-i-2o (hier auch als SM128

bezeichnet) und vollständig kompatibel zu den bisherigen Funktionen im 3Mbit-Modus. Darü

ber hinaus bietet ibaLink-VME neue Funktionalitäten mit den ibaNet-Protokollen 32Mbit und

32Mbit Flex.

IBA ibaLink-VME Fields of application

Fields of application

3Mbit protocol

When using the 3Mbit ibaNet protocol, all iba devices supporting this protocol can be connect

ed to the input and output. The following applications are possible:

■ Computer coupling to SIMATIC S5. SIMIKRO MMC and SIMADYN D (ibaLink-SM-64-io and –SD-16)

■ Input and output of peripheral signals (e.g. ibaPADU-8. -16. -32. -8-O, ibaNet750 BM)

■ Coupling to ibaLogic-V3. ibaLogic-V4. ibaPDA (all ibaFOB cards), can also be cascaded with

ibaPADU and ibaNet750

■ Bidirectional coupling to a Profibus master, e.g. SIMATIC S7 (ibaBM-DPM-S-64)

■ Multiplying output signals (ibaBM-FOX-i-3o-D)

32Mbit P2P protocol

Using the fast P2P protocol the following connections are possible, depending on the

telegram type:

■ Fast computer coupling (up to 50µs) between VMEbus based automation systems, e.g.

SIMATIC TDC, HPCi, LOGIDYN D (ibaLink-VME)

■ Fast computer coupling to ibaLogic-V4 (iba-FOB-xx-D and ibaFOB-io-ExpressCard)

■ Computer coupling to systems with embedded iba-FPGA, e.g. ABB AC800 PEC

■ Fast connection to I/O peripheral devices, e.g. ibaPADU-S-IT with ibaLogic

■ Connection to SINAMICS LINK (ibaBM-SiLink)

■ Connection to a collector and distributor ibaBM-COL-8i-o and ibaBM-DIS-i-8o

IBA ibaLink-VME Block coherent mode

Block coherent mode

The exchange of VME and fiber optic data happens asynchronously from each other. This means

that blocks of data that are written on the VME side are not necessarily transported over the

fiber optic telegram as one block. There is only some coherence guaranteed based on the type

of write access that was used (byte, word or dword).

When coherent transmission of a complete block of data is needed, a special ‘Coherent Mode’

could be enabled by setting a DIP switch. Now the VME receive and transmit buffers are only

updated when the user writes to a special Update Register. In this way it is possible to keep

blocks of coherent data together.

32Mbit Flex protocol

Using 32Mbit Flex protocol ibaLink-VME is compatible to all 32Mbit Flex-enabled iba-devices.

ibaLink-VME can be connected within a ring to these devices. But the card cannot communicate

with the other devices, only with the Flex master (at the moment only ibaPDA).

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